Donnerstag, 24. Januar 2013

Survival Vegan - #3 Vegan Wednesday

Heute gibt es einen etwas außergwöhnlichen vegan Wednesday. Einen Survival vegan Wednesday für Menschen mit Verletzungen im Mundraum und einen für Menschen mit wenig Zeit.
Gesammelt wird wieder alles bei der lieben Cara

Am Montag hatte ich eine Weisheitszahn-OP. Da ich schon vor 4 Jahren zwei Weisheitszähne entfernt bekam, damals mit einer heftigen Entzündung und Antibiotika, hielt ich mich diesmal für sehr gut vorbereitet.
Im vorhinein habe ich mir Gedanken gemacht, was ich essen könnte und mit auf Reisen genommen. Die Op fand nämlich bei der Zahnärztin des Vertrauens in der Heimat statt.
Ich hoffte inklusvie Fäden ziehen nur eine Woche dafür zu benötigen, die ich gerade bei meinen Eltern verbringe. 
Momentan sieht es eher wieder schlechter aus. Nachdem anfangs alles gut verheilte, hat sich seit heute Morgen wieder eine riesige Entzündung ausgebreitet. Das war ein Rückschlag für mich, hatte ich doch gehofft ab heute wieder festeres Essen zu mir nehmen zu können.
Wie es momentan aussieht ist nichts mit Zähne ziehen am Freitag, nichts mit Rückkehr zum Lieblingsmenschen am Sonntag (der momentan eine Woche vor Abgabe seiner Diplomarbeit auch meine Unterstützung gebrauchen könnte), nicht mit meinen Terminen in der nächsten Woche, und und und.
Stattdessen kühlen Tag und Nacht, entzündungshemmende Medikamente, Spülen, Schmerzmittel in der Nacht und Langeweile. Die Entzündung schwächt mich so sehr, dazu kommen Kopf- und Gliederschmerzen vom ewig bewegungslosen rumsitzen, dass ich nichts für die Uni lesen kann oder so.
Heute habe ich mich mit einem kleinen Frühlings-DIY aufgeheitert. Aus mehreren dieser Origami-Schmetterlinge möchte ich gern ein Mobile bauen.

 



Dazu gibt es heute einen Survival Vegan Wednesday mit einigen Essensvariationen der letzten Tage. Gerade, wenn man krank ist sollte man viel gesund und frisch essen. Von sogenannter Diät-Kost halte ich nicht viel. Vielleicht benötigt der ein oder andere eine Empfehlung für seine OP, wie man roh und vegan auch essen kann, ohne gut kauen zu können.


1| ein morgendlicher Brei aus fein gemahlenen Nüssen (im Wechsel Cashews, Haselnuss, Walnuss, Kürbiskern), fein gemahlenem Getreide und pürierten Früchten (Apfel, Birne, Orange oder Banane) + Kamillentee

die üblichen Mittagssalate gibts einfach auf feinster Stufe geraspelt:
2| Mittag #1: fein geriebene rohe rote Beete mit Walnussöl und Apfelessig
3| Mittag #2: Rote Bete, Karotte und Apfel geraspelt mit Olivenöl und Apfelessig

4| zwischendurch: Shakes aus fein gemahlenem Getreide, Nüssen, Banane und Datteln, heute sogar zur Belohnung mit Kakao

5| abends gibt es wechselnde Gemüsesuppen, leider keine Bilder ;),wie z.B. türkische Linsensuppe, Kartoffel-Möhren-Suppe, Blumenkohlsuppe, ... oder breiiges, wie Kartoffelbrei, Polenta, Griesbrei,...


Und nun noch ein Survival für Menschen mit wenig Zeit: Inzwischen sollte es dem Lieblingsmenschen, der nicht bei mir sein kann, auch gut gehen. Deshalb habe ich am letzten Wochenende alles vegane vorgekocht und mit Tagesetiketten bestückt. Die muss er sich nur noch aufwärmen.

v.l.n.r., von hinten nach vorn

1| Sonntag: Basmatireis mit indischer Fertigsauce aus dem Biomarkt
2| Montag: roter Camarquereis und Naturreis mit selbsgemachter veganer Soja-Gemüse-Bolognese
3| Dienstag: selbsgemachter Vollkorn"gries", vakuumisiert im Glas im Backofen (Restwärme Brotbacken ausgenutzt), dieser wird gekocht in Sojamilch, dazu Muttis Apfelkompott
4| Mittwoch: Nudeln mit veganer Käsesauce aus Hefesflocken, Vollkornmehl, Wasser und gewürzen, eingekocht zum aufwärmen
5| Donnerstag:  (nicht abgebildet) "veganer Burger" aus Brötchen, mit Aufstrich beschmiert, mit Salat belegt und Veggie-Burgerpatties aus dem Biomarkt
6| Freitag: Couscous mit selbsgemachtem veganen Petersilie-Brennnessel-Pesto (mit Hefeflocken statt Parmesan)
7| Samstag: Gemüsesuppe aus Kartoffeln, Steckrüben, Möhren, Fenchel, Blumenkohl, Petersilie und Gemüsebrühe
8| Sonntag: (nicht abgebildet) Asianudeln mit veganer Erdnuss-Sahne-Soße (Erdnussmus, Sojasahne, Sojasoße, Chili, Sesamöl)

morgens isst der Lieblingsmensch das übliche Frischkorngericht, mittags ein von mir vorher gebackenes Vollkornbrot mit Aufstrichen und dazu knabbert er (hoffentlich ;)) geschnibbeltes Gemüse, wie Möhren, Kohlrabi, Gurke, Radieschen...


Kommentare:

  1. Erstmal: Gute Besserung! Klingt ja wirklich übel. Das Essen sieht aber trotzdem sehr gut aus, würd ich sofort essen (auch ohne Weisheitszahn-OP ;)

    Und ich finde es süß, dass du deinem Lieblingsmenschen das Essen vorkochst. Meiner isst mein Essen lieber gar nicht...

    Lieben Grüß

    PS: Dein Blog ist sooo schön, ich vergeh grad vor Neid. Muss ihn mir zu Hause in Ruhe mal ganz durchlesen.

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    1. Danke danke und willkommen auf meinem Blog. Die Radikal-Chemie-Therapie des Zahnarztes zeigt Wirkung, es geht anscheinend bergauf. Ich freu mich darauf, bald wieder was vernünftiges zu essen :) auf die Dauer kann einem das trotzdem ganz schön zum Hals raushängen. Wahrscheinlich muss ich danach aber erstmal eine Entgiftung von den Medikamenten machen ;)
      Schade, dass dein Freund das Essen nicht mitisst. Sieht doch lecker aus bei dir. Mag er kein veganes Essen?

      Liebe Grüße,

      Nini

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  2. oh oh. gute besserung wünsche ich dir! und in so einem »zustand« noch so viele gerichte erdenken. klingt alles sehr interessant. und es beweist, man solle ruhig mehr experimentieren mit den zutaten. ich schneide zur zeit gern diverse kohl- und rübensorten zum pfannenmahl. in so ganz feinen streifen. bisher hatte ich immer das ganze gemüse verarbeitet zu einem kohlmahl. aber in so kleinen dosen gefällt es mir fast noch besser.

    liebe grüße . tabea

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    1. oh ja in streifen geschnitten und gemischt mag ich das auch sehr sehr gern. aber auch das ganze kohlmahl hat etwas für sich.
      war übrigens gerade nochmal beim zahnarzt. es scheint aufwärts zu gehen.

      liebe grüße,

      Nini

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  3. Du hättest nichts besseres posten können.
    Ich hab gestern meine Zahnspange bekommen und bin am Verzweifeln, weil ich nicht beißen kann.
    Danke <3

    das mit den Breis versuch ich morgen gleich (:

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    1. Auweia, das kenn ich. Hatte selbst 5 Jahre lang eine feste Zahnspange. Aber es müsste sich bald etwas besser anfühlen. Bis dahin kannst du ja breiiges essen. Solltest du noch ausführlichere Tips zur Herstellung brauchen, meld dich ruhig.

      LG,

      Nini

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  4. Liebe Nina,

    obwohl ich Deinen veganen Mittwoch jetzt schon liebe, tust Du mir heute sehr leid bei all den Breien... Deswegen: gute, schnelle Besserung, auf dass Du bald wieder etwas beißen kannst!

    Das Vorkochen habe ich früher auch mal so gemacht. Allerdings immer nur flüssige Sachen, also Suppen, Saucen. Du hast ja mehrmals Reis /Griess/ CousCous dabei? Ist das dann auch schon gegart? Für daheim wäre es ja eigentlich quatsch, aber unterwegs stelle ich es mir ganz praktisch vor...

    Die hiesige Getreidemühle trägt übrigens den Aufdruck Fidibus / Wolfgang Mock. Mich hat damals wie heute gestört, dass mir die feinste Mahlung nie fein genug war (für's Brotbacken völlig ausreichend, aber ich backe so gerne Kuchen oder Hefezöpfe, da hatte ich mit dem Mehl dann immer Probleme).

    Liebe Grüße, Marja

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    1. Hey Marja,

      vielen lieben Dank für deine guten Wünsche. Es wird auch langsam von Tag zu Tag besser, dank der Medikamente (die ich eigentlich nicht in mich pumpen wollte). Naja, heute habe ich sogar schon etwas unbreiiges gegessen und mich riesig dabei gefreut. Vorhin wurden Fäden gezogen und am Sonntag darf ich wieder nach Leipzig, juhu.
      Reis und Couscous waren noch nicht vorgekocht. Da wusste ich nicht, ob das Vakuum dicht gehalten hätte. Das kann er ja auch schnell selbst machen. An sich kann er alles, was ich gemacht habe ja selbst kochen, aber ich weiß, dass er sich wegen der Diplomarbeit die Zeit nicht nehmen würde und wahrscheinlich täglich Fallaffel-Döner oder Pizza verdrücken würde. Das musste verhindert werden ;).

      Danke für das Bescheid sagen mit der Mühle. Dadurch, dass ich jetzt einen Biomarkt gefunden habe, der auch mahlt, hat sich das vorerst wieder erledigt mit der Mühle.

      Schönes Wochenende dir,

      Nini

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  5. Zunächst mal - Gute Besserung, Nini!

    Die Zahnschmerz-Gerichte erinnern mich gerade total an meine Post-Mandel-OP-Zeit, die war auch alles andere als lustig und Mama hat mich ständig zu diesen dämlichen Fresubin-Astronauten-Nahrungs-Dingern genötigt, da sie Panik hatte, ich würde sonst vom Fleisch fallen :D
    Das ist jetzt über 10 Jahre her und ich erinnere mich noch immer mit Grauen an 2 Wochen ohne feste Nahrung.. Daher nochmal - GUTE BESSERUNG!!!

    Die Idee mit dem Vorkochen finde ich total niedlich und sehr charmant, vor allem, dass du dir die Mühe machst, nicht an zwei Tagen das gleiche vorzukochen!
    RESPEKT!

    Allerliebste Genesungswünsche,

    Frau Schulz


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  6. Danke dir Frau Schulz,

    Auch bei Mandel-OP, wenn sie nicht schon vorbei wäre oder auch Mandelentzündung, für die die sie noch haben, könnten diese Breis eine gute Lösung sein. Auch wenn man auch diese Sachen nach einer Woche einfach nicht mehr sehen mag. Ich hab sowieso das Gefühl, die Medikamente ändern das Geschmacksempfinden. Ich habe zur Zeit v.a. Appetit auf so richtig würzig-deftiges, gut durchgekocht. Das kenn ich von mir sonst gar nicht. Ich lasse für einen guten Salat sonst alles stehen.
    Na ja vor allem freue ich mich aufs Vollkornbrot, aber ich höre lieber auf zu schwelgen.
    Und das Vorkochen ist und bleibt eindeutig eine Ausnahme :D wegen der Diplomarbeit. Er würde sich sonst aus Zeitmangel nur von Fast-Food ernähren, obwohl ich immer wieder der Meinung bin, dass die Essenszubereitung nicht lange dauert.

    LG und schönes Wochenende,

    Nini

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    1. Da hat der Lieblingsmensch aber Glück, dass du so gut für ihn sorgst ;))

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  7. Ohje, das Drama hab ich zum Glück schon hinter mir, aber ich kann mich gut daran erinnern, dass ich es damals ziemlich ätzend fand!

    Ich wünsche dir gute Besserung!

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    1. Danke für deine guten Wünsche. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis es ganz abgeheilt ist, aber es geht mir schon wieder besser. Ich kann wieder feste Sachen essen, das reicht ;).

      LG,

      Nini

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  8. oh oh. noch mal wünsche der besserung! und im fall der fälle, machst du einfach von februar 2013 bis februar 2014 mit, oder?

    liebe grüße . tabea

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  9. Art?

    »mail art« ist ein begriff, schau mal bei wikipedia oder so nach. unter diesem finden verschiedenen projekte statt, indem man sich per postkarte oder brief kunstvolles zugeschickt. oft mit thema. michaela und ich verbinden dies mit der bloggerei, da man so auch noch den entstehungsprozess einbeziehen kann oder auch die »präsentation« nach erhalt der post. zudem kann man sich wunderbar austauschen und es muss nicht jeder aktiv mitmachen um was davon zu haben ;) auch ist es schön, dass es durch die blogs weniger anonym erscheint als ein offline-projekt. da erhält man nämlich teilweise 0 resonanz, wenn man an projekten teilnimmt. ich spreche da aus erfahrung, habe jahrelang an mail-art-projekten teilgenommen.

    zum fotoprojekt. ich seh das nicht so streng. soll in erster linie ein rahmen sein, den ich gebe. das jahr ist ein kreislauf der sich wiederholt ;) da kann man also auch von februar zu februar sammeln, wenn man will!

    liebe grüße . tabea

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