Dienstag, 14. August 2012

Rezept: Gemüse - Momos auf Mangoldbett


Am Sonntag habe ich mir ein bisschen Zeit genommen und das erste Mal meinen Bambusdämpfer verwendet, der im Schrank schon so lange darauf wartet getestet zu werden. Diese Bambusdämpfer sind sehr günstig in Asialäden zu erstehen und dämpfen soll ja gesünder sein als kochen. Diese Momos esse ich zudem super gerne und sie waren auch gar nicht so schwierig herzustellen, wie man vermuten könnte. Alles in allem brauchtem man schon zwei Stündchen Zeit mit nur zwei Händen, denn der Lieblingsmensch sollte überrascht werden. An einem Sonntag stehe ich gern in der Küche und werkele vor mich hin, da war das Zeitpensum in Ordnung.
Als am Samstag meine Mutter zu Besuch war gab es außerdem diesen abgefahrenen grün-roten Mangold aus ihrem Garten als Geschenk. Das passte mir Super als "Unterlage" für die Momos.



Zuerst wird der Teig eine Stunde vorher vorbereitet. Es funktioniert ähnlich wir bei normalem Nudelteig, also alle die das in letzter Zeit ausgetestet haben, dürfte damit keine Probleme bekommen.

Zutaten für den Teig für etwa 30-40 Momos:


3 Tassen Mehl
1 TL Salz
2 TL Backpulver

Wasser nach Bedarf, ich habe etwa 1,5 Tassen gebraucht, seid einfach vorsichtig und gebt die Flüssigkeit nach und nach zu.



Alle trockenen Zutaten vermischen und dann unter vorsichtiger Wasserzugabe zu einem geschmeidigen nicht klebrigen Teig kneten. Etwa 5-10 Min. kneten.
Alles eine Stunde abgedeckt gehen lassen.

Zutaten für die Füllung:


1 Möhre
1 kleiner Rettich
2 Blätter Weißkohl
1/2 Stange Lauch
1 Frühlingszwiebel 
1/4 Kohlrabi
1/2 Tofu, zerbröselt (weglassen, wenn das Rezept plastikfrei sein soll)
...oder was ihr am liebsten als Füllung mögt.
2 EL Soyasoße
1/2TL Ingwer frisch, gerieben
1 kleine Knoblauchzehe, sehr klein geschnitten

Für das Mangoldbett:


4-5 große Blätter Mangold
1 Zwiebel
Öl

Für die Füllung das Gemüse so klein Würfeln, wie ihr nur könnt. Ich benutze dazu eine Reibe, die man nicht unbedingt benötigt aber die ich bei so Kleinarbeiten gern zur Hand habe.
Das Gemüse mit dem kleingebröselten Tofu, der Soyasoße, dem Ingwer und dem Knoblauch vermengen und ebenfalls ziehen lassen.

Inzwischen den Bambusdämpfer leicht einfetten. Weiterhin den Mangold und die Zwiebel klein schneiden.
Den Teig, wenn er sich zu Ende ausgeruht hat auf einer bemehlten Fläche sehr dünn, etwa 1mm dick, ausrollen. Anschließend mit einem Glas oder einem runden Keksausstecher von etwa 6cm Durchmesser zu Kreisen ausstechen, wie man das vom Plätzchenbacken kennt. Wenn das vollbracht ist, geht es ans Befüllen.
Den Teigkreis dabei auf die Handfläche der linken Hand (bei Rechtshändern, sonst umgekehrt) legen, die Hand in der Mitte leicht klappen, sodass in der Mitte des Kreises eine Kerbe entsteht. Etwa einen Teelöffel der Gemüsefüllung in die Mitte geben und den Teigkreis halb zusammefalten. Von einer Ecke beginnend über den Halbbogen die Außenkanten gut zusammendrücken. Die Teiglinge in den Bambusdämpfer legen.Im Prinzip soll mehr Platz zwischen den Momos gelassen werden, als ich das getan habe. Aber sie mussten alle in den Dämpfer hineinpassen und es hat trotzdem super funktioniert. Also warum nicht einfach mal die Regeln brechen.
Wenn der Bambuskorb ganz befüllt ist, setzt man ihn auf einen Topf mit etwas heißem Wasser, der den gleichen Durchmesser hat und bringt das Wasser zum Kochen. Die Momos werden so lange gedämpft bis sie überall eine glasige Farbe angenommen haben. Achtung! Nicht die Finger am heißen Dampf verbrennen, wenn ihr den Bambuskorb am Ende vom Topf nehmt. 
Währenddessen die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten und den Mangold darin schwenken bis er die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat. 
Den Mangold auf dem Teller flach verteilen und die Momos darüber schichten.

Kommentare:

  1. lecker, die sehen wirklich toll aus. Würde ich gerne mal ausprobieren, aber ich habe keinen Bambusdämpfer. Meinst du, es funktioniert, wenn ich die Momos in einem Sieb über den Topf hänge?
    LG Sarah

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  2. Hallo veganerkeks, also ich denke wenn es ein relativ flaches Sieb ist und du noch einen Topfdeckel oben drauf legst hat das sicherlich ne Chance. Ist nicht viel anders als bei Knödel, nur dürfen sie eben auch nicht zusammenkleben. Probiers einfach mal aus! Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Liebe Grüße

    Nini

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  3. In Ordnung, werde das Rezept bald ausprobieren und Rückmeldung geben!

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